Ein Blick zurück
Weihnachten ist vorbei, und damit kommt die Zeit, das vergangene Jahr mal Revue passieren zu lassen. Ich teile hier mal ein in "negativ" und "positiv". Beginnen wir mit "negativ".
- Zwei Frauen haben mich verlassen.
- Es gab keine Änderung am Wegekonzept im Sandstein.
- Am Gohrisch hat man beim Umbau der alten Steiganlagen schwer gesündigt.
- Der neue Chef der der NPV hat kaum neue Akzente gesetzt.
- Einige mehr als verunglückte Zeitungsberichte und Interviews des neuen Chefs haben die Gräben zwischen Wanderern und der NPV zumindest kurzzeitig eher vertieft.
- Kostenlose Parkplätze scheinen ganz ausgestorben.
- In einigen Wandergaststätten haben die Getränkepreise mittlerweile die Schwelle zur Wegelagerei deutlich überschritten.
- Im Nationalpark haben Harvester gewütet.
- Die massiven Stauprobleme in Pirna sind noch auf lange Sicht ungelöst.
- Nach Jahren der Ruhe scheint es so, als ob wieder mehr Müll am Wegesrand liegt.
Und jetzt die Positiven Dinge:
- Zwei Frauen haben mich verlassen.
- Ich habe ausgiebig die Böhmische Schweiz kennen gelernt.
- Unter dem neuen NPV-Chef ist es zumindest nicht schlimmer geworden.
- Die eine oder andere neue Stiege ist entstanden und auch schon wieder verschwunden.
- Unsere IG hat sich zusammen gefunden.
- Wir haben mit Vertretern der NPV sehr nette Wanderungen und Gespräche gehabt - mal sehen, was sie bringen.
- Einige Wandergaststätten sind noch in der Realität geblieben und servieren Bodenständiges zu ebensolchen Preisen.
- Das Wetter hat es gut gemeint und eine lange Saison ohne Katastrophen beschert.
- Ich bin auf allerlei Wegen unterwegs gewesen, ohne auch nur einmal erwischt zu werden.
Alles in allem eine Saison, auf die ich mit guten Gefühlen zurückblicke. Wenn es auch an vielen Stellen noch klemmt, wenn auch einige Gräben immer noch sehr tief scheinen: es passiert etwas, man redet miteinander, man kommt auch menschlich miteinander klar. Ob und wie diese zarten ersten Schritte einmal zu echten Veränderungen führen, ist schwer zu sagen. Nicht desto trotz: allen, die hier regelmäßig lesen, wünsche ich einen guten Rutsch und ein wundervolles 2012. Mit jeder Menge Naturerlebnissen im Sandstein.
29.12.2011 bei 14:22
So ganz kann ich mich deiner Meinung nicht anschließen. Das vieldiskutierte Schild an der Idagrotte (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/27875/display/25344897) wurde nach einer sehr vernünftigen und durchaus konstruktiven Diskussion mit den Nationalparkleuten wieder abgebaut: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1288251/display/26424140 . Unter dem seeligen Vorgänger von Dr. Butter hätte ich das als eher unwahrscheinlich eingeschätzt.
30.12.2011 bei 10:49
Die Preiserhöhungen setzen sich fort: Auf der Festung soll nächstes Jahr die Eintrittskarte 8 Euro und die Familienkarte gar 21 Euro kosten. Quelle: SZ http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2950052
Kostet das Parkhaus eigentlich auch noch was? - Aber bloß gut, ich geh da eh nicht hin.
30.12.2011 bei 15:56
Eine positive Ergänzung (aus meiner Sicht) möcht ich noch anbringen:
die Entscheidung der Landesdirektion gegen den Klettergarten am Burgfels Hohnstein.
Jeder noch so kleine Kletterzugang ist ein erlaubter Weg. Die Hohnstein-Befürworter wollen aber “die Kernzone entlasten” und ein “Kletterangebot am Rande” einrichten.
Und kleine gesperrte Gipfel haben dann auch keinen Zugang mehr nötig…
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur einer der hier Lesenden einen Pfad im Zschand gegen den breiten Wanderweg einmal um den Burgfels herum tauschen möchte.
7.1.2012 bei 22:32
Jetzt möchte ich gern noch auf eine Aktion von mir aufmerksam machen. Im April werde ich den Malerweg komplett erlaufen, allerdings nicht in 8 Etappen sondern in 6. Weiterhin werde ich nichts essen, also die gesamte Zeit FASTEN. Wie könnte es auch anders sein, natürlich werde ich in der Wildnis übernachten, in den Boofen. Schaut mal auf der Seite www.anders-wege-gehen.de vorbei und tragt euch dann noch auf der Facebookseite ein. Ich werde während der Zeit immer darüber berichten! Bis dahin Sven Fischer